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Kategorie-Ratgeber
Etagenbett mit Rausfallschutz
Jedes normgerechte Etagenbett hat oben eine Umwehrung – aber nicht jede ist gleich hoch, und für unruhige Schläfer macht genau dieser Unterschied die Nacht ruhiger. Hier erfahren Sie, welches Maß die Norm verlangt, wann eine erhöhte Umrandung sinnvoll ist und woran Sie einen wirklich durchdachten Rausfallschutz erkennen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Absturzsicherung muss laut DIN EN 747 mindestens 16 cm über der fertig belegten Matratze stehen – nicht über dem Lattenrost.
- Deshalb gilt oben eine Matratzenhöhe von maximal 12–16 cm. Jeder Zentimeter mehr frisst Sicherheitshöhe auf.
- Der Einstieg darf eine Lücke haben, die restlichen Seiten müssen durchgehend gesichert sein – auch die Wandseite.
- Für das obere Bett gilt ein Mindestalter von 6 Jahren, unabhängig von der Umwehrungshöhe.
- Erhöhte Umwehrungen von 20 cm und mehr sind kein Norm-Muss, aber ein spürbarer Gewinn bei Kindern, die viel wälzen.
Empfehlenswerte Modelle
Etagenbett mit hoher Umwehrung
Durchgehende Bretter statt schmaler Leisten, deutlich über dem Mindestmaß. Das Profil für Kinder, die nachts quer im Bett liegen oder gerade erst nach oben umgezogen sind.
- Umwehrung rundum, nur Einstieg offen
- Geschlossene Flächen ohne Kletterhilfe
- Passend zu flachen Matratzen bis 16 cm
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Modell mit Schutz auch unten
Die untere Ebene bekommt eine niedrige Bettkante ab Werk. Sinnvoll, wenn ein jüngeres Geschwisterkind unten schläft und oben das ältere.
- Bettkante unten serienmäßig
- Freier Zugang an einer Längsseite
- Oft in 90x200 cm erhältlich
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Zusatz-Bettgitter zum Anschrauben
Wenn das vorhandene Bett knapp bemessen ist, ergänzt ein verschraubtes Zusatzelement die fehlenden Zentimeter. Nur mit Freigabe des Bettherstellers verwenden.
- Feste Verschraubung statt Klemmung
- Erhöht die Umwehrung punktuell
- Details unter Rausfallschutz nachrüsten
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Warum die Matratzenhöhe über die Sicherheit entscheidet
Der häufigste Fehler passiert nicht beim Bettkauf, sondern beim Matratzenkauf. Die geforderten 16 cm werden ab Matratzenoberkante gemessen, im belegten Zustand. Legen Sie oben eine 20 cm hohe Komfortmatratze plus Topper ein, verschwindet die Umwehrung fast vollständig – das Bett ist dann trotz Prüfsiegel unsicher. Rechnen Sie deshalb rückwärts: Umwehrungshöhe über dem Lattenrost minus 16 cm ergibt die maximal zulässige Matratzenhöhe. Bei Modellen mit hoher Umrandung dürfen es entsprechend ein paar Zentimeter mehr sein, im Zweifel bleiben Sie bei den bewährten 12–16 cm. Welche Aufbauten sich dafür eignen, steht auf der Seite Matratzen für Etagenbetten.
Woran Sie eine gute Umwehrung erkennen
Prüfen Sie vier Punkte am Modell. Erstens die Durchgängigkeit: Außer am Einstieg darf keine Lücke bleiben, an der ein Kind hindurchrutschen kann. Zweitens die Ausführung – geschlossene Bretter halten Kissen und Decken im Bett, offene Sprossen lassen sich als Leiter missbrauchen. Drittens die Verschraubung: Die Umwehrung gehört fest ins Gestell verschraubt, nicht nur gesteckt. Und viertens die Kantenverarbeitung: gerundete, splitterfreie Oberkanten, keine hervorstehenden Schraubenköpfe auf Höhe von Armen und Gesicht.
Häufige Fragen
Reicht die Standard-Umwehrung für ein sechsjähriges Kind?
Wenn das Bett nach DIN EN 747 gefertigt ist und die Matratze die zulässige Höhe einhält, ja. Die Norm ist genau auf diese Altersgruppe ausgelegt. Eine erhöhte Umwehrung ist trotzdem eine Überlegung wert, wenn Ihr Kind sehr unruhig schläft, gerade vom niedrigen Kinderbett umzieht oder nachts schwer aufwacht. Wichtiger als jeder Zusatzzentimeter sind ein sicherer Aufstieg und die Gewöhnung: erste Nächte begleiten, Ordnung auf der Liegefläche halten.
Muss die Wandseite auch gesichert sein?
Ja. Zwischen Bett und Wand entsteht fast immer ein Spalt, und genau dort besteht die Gefahr, dass ein Kind einklemmt oder hindurchrutscht. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Wand das Bett abdichtet – Fußleisten, Heizungsrohre und unebene Wände sorgen für Abstand. Normgerechte Betten haben deshalb auf beiden Längsseiten oben eine Umwehrung, unabhängig davon, wie das Bett später im Zimmer steht.
Kann ich die Umwehrung später abbauen, wenn das Kind größer ist?
Bei Etagenbetten nicht. Die obere Absturzsicherung ist konstruktiver Bestandteil und oft auch aussteifendes Element des Gestells – wer sie entfernt, verändert die Statik und verliert den Norm-Status. Bei einem niedrigen Einzelbett ist der Abbau einer Bettkante unkritisch, oben bleibt sie dauerhaft. Auch Jugendliche und Erwachsene profitieren von der Umrandung, wenn sie in rund 1,50 m Höhe schlafen.
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